Das JFF-Institut für Medienpädagogik bietet am 13. November 2009 die Veranstaltung "Medien. Bildung. Soziale Ungerechtigkeit" in München an. Diese fünfte interdisziplinäre Fachtagung beleuchtet wichtige Auswirkungen unserer Mediengesellschaft: Die soziale Ungleichheit, die entsteht, wenn nur Jugendliche mit einem guten sozialen Hintergrund die Chance haben, von den neuen Medien zu profitieren.
Jugendliche, die in einem behüteten Elternhaus aufwachsen und für Bildung offen sind, können die Medien nutzen, um sich politisch, wirtschaftliche oder beruflich zu bilden. Doch andererseits bleiben Heranwachsenden ohne Medienkompetenz und ohne den Zugang zu den Medien diese Möglichkeiten verwehrt. Das Ziel der Fachtagung ist es, Wege aufzuzeigen, um diesen Entwicklungen pädagogisch entgegen zu wirken.
Der Kongress richtet sich an Lehrer, Erzieher, Medienpädagogen und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit, das Tagesprogramm wurde abwechslungsreich gestaltet: Ab 11.20 Uhr wird Professorin Dr. Helga Theunert vom JFF in das Thema einführen, anschließend referiert Professor Dr. Albert Scherr von der Pädagogischen Hochschule Freiburg über den Aspekt "Benachteiligungsfaktor Lebenswelt- Soziale Ungerechtigkeit als Sozialisationsbedingung".
Nach der Mittagspause wird Ulrike Wagner vom JFF über "Das Medienhandeln der Jugendgeneration- Potentiale zur Verstärkung order zum Aufbrechen sozialer Ungerechtigkeit" berichten und im Anschluss an die Kaffeepause werden ab 16.00 Uhr in einer offenen Sitzung die Fragen "Wo wird soziale Ungleichheit grundgelegt? Wo wird sie aufgebrochen?" diskutiert. Die Tagung endet gegen 17.45 Uhr, weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer, der als Download bereit steht.