Portables Computersystem als Hilfe für Blinde
Thomas Müller, Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe
In Zukunft könnte ein tragbares Computersystem den Alltag für blinde und sehbehinderte Menschen erleichtern. Amerikanische Wissenschaftler von der Wright-State-University in Dayton haben den Prototypen eines Gerätes entwickelt, das bei täglichen Aufgaben wie Zeitung- und Bücherlesen helfen soll. Auch das Surfen im Internet oder das Erkennen von Gesichtern soll möglich sein.
Das System mit dem Namen Tyflos (das griechische Wort für blind) basiert auf einer winzigen Kamera die auf einer Brille montiert ist und mit einem mobilen Computer der auf dem Rücken getragen wird verbunden ist. Die Bilder der Kamera werden ausgewertet und in akustische Informationen umgesetzt. Der tragbare Computer rekonstruiert dabei einen dreidimensionalen Raum, in dem zum Beispiel das Erkennen und Verfolgen von Bewegungen und das Erkennen von Gesichtern möglich ist. Gesteuert wird das Sytem über Befehle und Fragen die über ein Mikrofon an den Computer gerichtet werden.
Allein die Gesichtererkennung könne die soziale Interaktion entscheidend verbessern. «Es ist ein tolles Gefühl für einen Sehbehinderten, in einer Konversation den ersten Schritt tun zu können und jemanden mit seinem Namen zu begrüßen, anstatt darauf zu warten, angesprochen zu werden.»
Das System soll nun von sehbehinderten Studenten getestet werden. Nach geplanten Erweiterungen von Tyflos, soll es unter anderem möglich sein, zu schreiben und zu malen.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.wright.edu/cgibin/news_item.cgi?663
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