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Entwickler Jose Hernandez-Rebollar von der George Washington Universität demonstrierte daß sein "AcceleGlove" in der Lage ist, die schnellen Handbewegungen der Gesten und Phrasen in der Gebärdensprache zu verstehen.
Dabei ist sein Versuchsgerät nicht das einzige seiner Art. Das Militär erforscht eine ähnliche Technologie zur lautlosen Kommunikation der Soldaten im Gefecht.
Hernandez-Rebollar sagt jedoch daß seine Erfindung weiter geht als die des Militärs, da sie einige der komplexeren Arm- und Körperbewegungen der amerikanischen Gebärdensprache beherrscht.
Der 34-jähre gebürtige Mexikaner kam nach Washington durch das Fulbright Programm, das es Studenten ermöglicht im Ausland zu studieren. Sein Fachgebiet ist die Elektrotechnik und der sensorische Handschuh seine Doktorarbeit.
Hernandez-Rebollar, der selbst nicht taub ist, hatte bei seiner Arbeit den Wunsch, anderen Menschen zu helfen und deren Leben lebenswerter zu machen. Er wollte etwas erschaffen, das taubstumme Menschen im Alltag benutzen können.
Laut einer amerikanischen Studie, haben circa 28 Millionen Menschen in den USA Probleme mit ihrem Gehör.
Der AcceleGlove ist ein tragbarer Computer mit extrem hochintegrierten Schaltkreisen. Sensoren im Handschuh die an einem Microcontoller angeschlossen sind, registrieren die Haltung und Bewegungen des Arms und der Finger des Trägers. Diese Informationen werden in Daten aufbereitet die der Computer verstehen kann und von diesem dann über einen Lautsprecher oder einen Bildschirm ausgegeben werden können.
Taubstumme Eltern mit hörenden Kindern z.B. könnten diesen Handschuh hilfreich finden, sagt Corinne K. Vinopol, Leiterin des Institute for Disabilities, Research and Training Inc., ein kommerzielles Laboratorium vor den Toren von Wheaton, Md., wo Hernandez-Rebollar einen Großteil seiner Arbeit geleistet hat.
Besonders interessiert war sie daran, daß neben der englischen Sprachausgabe auch eine Übersetzung der amerikanischen Gebärdensprache in gesprochene spanische Sprache möglich ist, was eine große Hilfe für Immigranten-Familien ist. Deren Kinder gehen zur Schule und lernen englisch, während die Eltern weiterhin spanisch sprechen. Teilweise leidet darunter die Kommunikation.
Es gibt aber nicht nur Begeisterung über die Idee des Sprachhandschuhs, sondern sogar Ärger darüber in den Reihen derer die in der Gebärdensprache - die in USA und im englischsprachigen Teil von Kanada bekannt ist - einen Teil ihrer einzigartigen Kultur sehen.
"Einige halten Taubheit nicht für eine Benachteiligung," sagt Andy Lange, Präsidentin der nationalen Vereinigung der Taubstummen. "es ist einfach nur ein anderer Weg zu leben".
Andere Entwickler arbeiten an tragbaren Geräten zur Konvertierung von Bewegung zu Geräuschen. Eine Baseball-Kappe mit Kamera zu Bewegungserkennung ist ein Beispiel für solche Entwicklungen. Ryan Patterson, 18 Jahre, aus Grand Junction, Colorado, wurde große Ehre zuteil, als er im Jahre 2001 beim Siemens Westinghouse Science and Technology Wettbewerb und auf der Intel International Science and Engineering Ausstellung einen Handschuh vorstellte, der Bewegungen in Text auf einem Bildschirm wandelt.
Hernandez-Rebollar demonstrierte seine Erfindung kürzlich während eines Interviews. Er trug an seinem rechten Arm einen Handschuh und zwei kleine Armbänder, eins am Handgelenk, das andere am Oberarm. Seine Software konvertierte die Signale die er mit seiner Hand machte in Geräusche die aus einem Lausprecher kamen - und all das in Millisekunden. Nachdem er etwas über die Laptop-Tastatur eingetippt hatte, machte er verschiedene Gesten in amerikanischer Gebärsensprache und aus dem Lautsprecher erklangen die Worte - "Essen," "Trinken," "Restaurant," "Vater" Gleichzeitig erschienen die Worte auf einem Bildschirm.
Ein einziger Handschuh kann alle Buchstaben des Alphabets einzeln übersetzen, damit ließe sich jedes Wort übersetzen, allerdings geht das dann sehr langsam. Die amerikanische Gebärdensprache umfasst hunderte von Gesten und die teilweise ganze Worte ausdrücken, aber in den meisten Fällen beide Hände benötigen.
Bis jetzt kann der einzelne Handschuh etwa 200 Worte und ein paar Ausdrücke wie etwa "Was ist los?" and "Kann ich dir helfen?", übersetzen. Einige weitere Test sind nötig, sagt Hernandez-Rebollar. Er glaubt, der Handschuh für die rechte Hand kann im nächsten Jahr auf dem Markt sein. Die Zwei-Hand Version, die viel mehr Möglichkeiten bieten würde, könnte bis 2005 fertig sein.