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Menschen mit Behinderungen
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Keine optimalen Bedingungen für Studierende mit Behinderungen

Christian Bühler, Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe
Quelle: AbI-Projekt

Doktorhut mit Fragezeichen darüber
AbI fragte 330 Universitäten und Fachhochschulen nach barrierefreien Angeboten Auf eine Umfrage des AbI-Projektes zur barrierefreien Informationstechnik reagierten 49% der Hochschulleitungen. Nach eigenen Angaben bemühen sich 81 % der Hochschulen aktiv um Barrierefreiheit für behinderte Studierende. Etwa die Hälfte hat sich mit der Erstellung barrierefreier Internetangebote befasst. Davon beziehen sich die meisten Standards auf die BITV (Barrierefreie Informationstechnik Verordnung) oder WCAG 1.0. Vieles ist noch in Arbeit und vieles bleibt noch zu tun. Es stimmt allerdings nachdenklich, dass sich etwa 50% der Hochschulleitungen nicht oder einige wenige sogar negativ auf die Anfrage gemeldet haben. Wie sich die einzelnen Hochschulen an der Umfrage beteiligt haben und weitere Details der Umfrage finden Sie im Internet unter http://wob11.de/hsu/. Hintergrund:
Die Gesetze zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) des Bundes und verschiedener Länder haben Auswirkungen auf die deutschen Hochschulen. So wurde das Hochschulrahmengesetz (HRG) geändert, mit dem Ziel Benachteiligungen von Studierenden mit Behinderungen zu vermeiden und ihre Eigenständigkeit und Chancengleichheit zu fördern. Dies betrifft insbesondere die Barrierefreiheit, die erstmals auch die Informationstechnik umfasst. Mit der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV) hat der Bund Umsetzungsstandards vorgelegt. Umfrageergebnisse:
Den derzeitigen Stand der Umsetzung an deutschen Hochschulen spiegelt die Erhebung des AbI-Projektes wieder, an dem sich rund die Hälfte (49%) der 330 Hochschulen beteiligten. Sieben Fragen wurden von Verantwortlichen der Hochschulen aus den Bereichen Verwaltung/Leitung (wie Rektoren, Präsidenten, Kanzler), Behindertenbeauftragten/Studienberatung, Abteilungen für Online-Dienste/Web-Administration oder Öffentlichkeitsarbeit beantwortet. Ergebnisse bezogen auf die bis zum 25 Mai 2004 eingegangenen 162 Antworten:
  • 81% unterstützen behinderte Studierende durch barrierefreie Gestaltung von Infrastruktur und Angeboten
  • 20% haben Konsequenzen aus der gesetzlichen Vorgabe (Änderung des HRG) gezogen, bei weiteren 51% ist das noch in Arbeit
  • 54% haben sich mit der Erstellung barrierefreier Internetangebote befasst
  • von denjenigen, die sich bereits mit der Erstellung barrierefreier Internetseiten befasst haben, nutzen 47% BITV/WCAG als Standards, während 41% einen eigenen oder anderen Standard nutzen
  • 19% haben ein Konzept für die Umsetzung barrierefreier Internetseiten, 48% arbeiten an einem solchen Konzept
  • 72% wollen in den nächsten 12 Monaten weitere Schritte zur Umsetzung barrierefreier Internetseiten unternehmen
  • 48% der Hochschulverwaltungen bieten den Fachbereichen/ Fakultäten konkrete Unterstützung bei der Umsetzung - etwa Schulungen oder Styleguides - an
  • 49% der Hochschulen beziehen Mitarbeiter oder Studierende mit Behinderungen in die Konzeption oder Umsetzung mit ein
Weitere Angaben, sowie die Antworten der einzelnen Hochschulen finden sie im Internet unter http://wob11.de/hsu/.


Im Angebot der SDC seit 17.06.04 (tmu)

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Bildungspolitik / Bildungswesen, Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Forschung, Barrierefreiheit


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