|
![]() |
|
||||
|
Start |
||||||
Neben dem Nachweis der Ergebnisse aus einzelnen Erhebungen (s. Tabellenübersicht) wurde daher ein neues umfassendes Informationssystem im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes aufgebaut. Es führt alle relevanten Informationen aus dem Gesundheitsbereich in einer gemeinsamen Datenbank zusammen und macht sie recherchierbar. Aussagekräftige Kennziffern stehen im Mittelpunkt, erläuternde Texte und Grafiken runden das Angebot des Informationssystems ab.
Das System ist online unter der Adresse
http://www.gbe-bund.de
und zur Zeit noch kostenfrei verfügbar.
Die Pflege und Weiterentwicklung des Systems ist Aufgabe des Statistischen Bundesamtes. Es arbeitet im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung eng mit dem Robert Koch-Institut in Berlin zusammen.
Eckzahlen zum Gesundheitswesen
Betrachtet man die Entwicklung in der medizinischen Versorgung, so stieg die Zahl der Ärzte im Vergleich zu 1970 um knapp 130%. Für die Bevölkerung bedeutet diese Steigerung, dass 1999 rechnerisch auf jeden Arzt/Ärztin 282 Einwohner gegenüber 615 im Jahr 1970 entfielen. Die Anzahl der Zahnärzte hat sich im gleichen Zeitraum um 59% erhöht. Hatte jeder Zahnarzt 1970 durchschnittlich 2000 Einwohner zu behandeln, so waren es 1999 nur noch ca. 1300. In der größten Gruppe des nichtärztlichen Personals - dem Pflegedienst im Krankenhaus- waren 1999 416 000 Frauen und Männer beschäftigt. Die Zahl der Krankenhäuser und zur Verfügung stehenden Betten ging in den letzten Jahren ebenso wie die Verweildauer im Krankenhaus zurück.
Die häufigsten Todesursachen waren im letzten Jahr in Deutschland Krankheiten des Kreislaufsystems sowie bösartige Neubildungen. Die Zahl der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche betrug 1999 in Deutschland rund 130 000, wobei allerdings davon ausgegangen wird, dass hier eine Dunkelziffer existiert.
Unter den meldepflichtigen Krankheiten spielen Salmonelloseerkrankungen die größte Rolle.
Die Ausgaben für Gesundheit betrugen 1997 insgesamt 516,6 Mrd. DM. Davon wurden 62% für medizinische Behandlung (ambulante und stationäre Behandlung einschließlich Arzneien, Heil- und Hilfsmittel, Zahnersatz) erforderlich. Die Krankheitsfolgeleistungen, im wesentlichen Rehabilitationsmaßnahmen, Entgeltfortzahlungen sowie Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten, beanspruchten gut 24% der Gesamtausgaben.