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Europäische Kommission: Kodex für vorbildliche Frauenförderung wurde bereits von 28 Unternehmen unterzeichnet

Quelle: Europäische Kommission

Die Europäische Kommission hat im März 2009 den Kodex für eine vorbildliche Frauenförderung eingeführt und möchte damit Technologieunternehmen animieren, Berufe im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Frauen attraktiver zu gestalten und das weibliche Potential anzuerkennen. Zu diesem Zweck sollten beispielsweise Computerclubs für Mädchen eingerichtet werden oder die Unternehmen sollten Frauen zur besseren Familienplanung bei dem Wunsch der Heimarbeit unterstützen. Damals hatten fünf europäische und internationale Unternehmen, darunter Orange-France Telecom Group, Microsoft und Motorola, den Kodex unterzeichnet.

Die Europäische Kommission teilte jetzt im Oktober mit, dass bereits 28 Unternehmen dem Verhaltenskodex mit einer Unterschrift zugestimmt haben. Zu den neuen Unterzeichnern gehören SAP, Sony Europe, Panasonic, Infineon oder die Universität von Liverpool. Viviane Reding, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien, erklärte in einer Pressmeldung, sie beglückwünsche die IKT-Branche zu diesem Ergebnis. Dennoch: Obwohl sich zunehmend mehr Frauen für naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge entscheiden, besteht in diesen Bereichen noch ein Männerüberschuss. So waren im Jahre 2006 laut der Europäischen Kommission insgesamt 41 Prozent der Promovierten in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Frauen, in den Ingenieurwissenschaften lag der Frauenanteil der Promovierten im Jahre 2006 immerhin bei 25 Prozent.

Das Interesse von Frauen, sich näher mit Computer und Internet zu beschäftigen wächst, doch laut der Europäischen Kommission sind innerhalb der EU Unterschiede bemerkbar: In den Bereichen Naturwissenschaften und Technik lag der Anteil der weiblichen Hochschulabsolventen beispielsweise in Estland bei 44 Prozent und in den Niederlanden bei 20 Prozent. Zudem nutzen innerhalb der EU 38 Prozent der männlichen Bürger jeden Tag das Internet, bei den Frauen sind es jedoch nur 28 Prozent. In Anlehnung an die positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wurde jetzt auch das neue Online-Verzeichnis für Frauen im IKT-Sektor, das so genannte "European Directory for Women in ICT" freigeschaltet Das Verzeichnis richtet sich an private Nutzer, Netzwerke oder Nichtregierungsorganisationen und gibt einen Überblick über globale Frauenprojekte, bietet Statistiken rund um das Thema "Frauen und IK-Technologien" an und informiert über Gesetzesvorschriften.




Mehr erfahren Sie unter:
http://ec.europa.eu/information_society/activities/itgirls/index_en.ht m

Im Angebot der SDC seit 13.10.09 (yze)

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Nachhaltigkeit, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Frauen / Aktivitäten für Frauen, Arbeitswelt, Infrastruktur, Neue Technologien, Technische Unterstützung, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, Aktivitäten der EU-Organe




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