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Menschen mit Behinderungen
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Smart Home Technologie für Menschen mit Behinderungen

Christian Bühler, FTB

Das Forschungsinstitut Technologie Behindertenhilfe (FTB) betreibt in seinem Laborgebäude seit 1994 eine Versuchs- und Demonstrationswohnung, in der moderne technische Möglichkeiten zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen untersucht und ausprobiert werden. Diese Wohnung nimmt eine zentrale Rolle im Forschungsprogramm und in den Informationsdiensten des FTB ein. Die Zusammenarbeit mit vielen potentiellen Anwendern dient einerseits der Weiterentwicklung, andererseits der gezielten Auswahl und Anpassung von Hilfsmöglichkeiten. Die Wohnung erlaubt die Veränderung des inneren Grundrisses durch Einsatz eines Schnellbau-Wand-Systems und verfügt über Kabelbühnen und Kanäle zur einfachen Änderung der Installationen. Die gesamte Auslegung berücksichtigt die Anforderungen von gehbehinderten Personen und Rollstuhlfahrern durch geeignete Bodenbeläge, ausreichende Manövrierfläche, unterfahrbare Möblierung, entsprechende Plazierung von Schaltern, Bedienelementen und Beschlägen an Türen und Fenstern, höhenverstellbare Küchenelemente, unterfahrbare Waschbecken, schwellenlose Dusche, etc. Viele Elemente in der Wohnung sind mit fernsteuerbaren Einheiten ausgerüstet und über ein instabus EIB-System vernetzt. Das System wird über ein Laptop mit Touchscreen mit verschiedenen graphischen Oberflächen gesteuert. Gleichzeitig ist eine dezentrale Bedienung über verschiedene Fernsteuerungen möglich, die als Umfeldkontrollgeräte in der Hilfsmittelliste der Krankenkassen geführt werden. Neben anderen Eingaben ist auch eine Sprachsteuerung möglich. Die gesamte Wohnung ist zusätzlich mit vielfältigen Alltagshilfen für Menschen mit funktionellen Einschränkungen ausgerüstet. Viele der Systeme sind in Zusammenarbeit und mit Hilfe der Hersteller bzw. Vertriebsfirmen in das FTB Smart Home eingebracht worden. Zuletzt wurde die Wohnung auch im Hinblick auf Anforderungen von Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen optimiert. Die Besucher und Anwender reagieren auf das gebotene Szenario überwiegend sehr positiv. Es wird erkannt, welches Potential moderne Technik zu Unterstützung des Alltages von Menschen mit funktionellen Einschränkungen bietet. In der Regel wird in einem konkreten Fall nur ein Subset der in der Wohnung vorhandenen Möglichkeiten benötigt. In vielen Fällen entscheidet man sich aus praktischen Gründen bei bestehendem Wohnraum für dezentrale infrarot gesteuerte Anwendungen (uni-direktional). Natürlich spielen hier der Installationsaufwand und die Kosten auch eine wichtige Rolle. Bei bettlägerigen (jüngeren) Menschen, die mehr Kontrolle über ihre Umgebung haben wollen, kommen jedoch auch Bus-Systeme mit ihren zentralen Funktionen zum Einsatz. Von älteren Menschen werden die Möglichkeiten der Technik ebenfalls generell positiv eingeschätzt. Jedoch ist hier bei der Konkretisierung einer Maßnahme eine größere Zurückhaltung zu verspüren. In jedem einzelnen Fall ist eine individuelle Beratung erforderlich, um die genauen Anforderungen zu ermitteln und deren geeignete Umsetzung anzubahnen. Große Erwartungen setzen wir auf die Anwendung von Techniken, die keine Zusatzinstallation benötigen, wie Powernet EIB, Bluetooth oder plattformübergreifende Entwicklungen wie Jini. Aus unserer Sicht ist die Smart Home Anwendung für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen sicher ein wichtiges Anwendungsfeld und auch ein Demonstrationsfeld. Der Durchbruch der Smart Home Technologie wird sich jedoch auf einem allgemeinen Markt vollziehen müssen.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.ftb-net.de

Im Angebot der SDC seit 17.08.01 (tmu)

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Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Forschung, Neue Technologien, Technische Unterstützung


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