'Satt, sauber, still' - Realität der Pflege
Karl-Heinz Kalender
Quelle: Rundschau 20.09.2001
Eintrittsalter der Bewohner in fünf Jahren von 76 auf 86 Jahre gestiegen
„ Satt, sauber, still “ – Realität der Pflege
Von Karl-Heinz Kalender
Dortmund. Beim Eintritt in ein Pflegeheim werden die Betroffenen immer älter.
Innerhalb von fünf Jahren ist das Durchschnittsalter von 76 auf 86 Jahre gestiegen, erklärte gestern Heinz Josef Kessmann, Caritas-Direktor der Diözese Münster. Dadurch könne das Personal künftig den eigenen Ansprüchen an eine menschenwürdige Pflege nicht mehr gerecht werden. Das Pflegeschlagwort „ Satt, sauber, still “ sei häufig schon Realität in den Heimen. Der höhere Anteil an Demenz-Erkrankungen (Altersverwirrtheit ) habe das Leben in den Heimen total verändert. Denn diese Patienten seien häufig auch bettlägerig und könnten an sozialen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen.
Nach einer Untersuchung der Forschungsgesellschaft für Gerontologie an den Universität Dortmund in 27 Pflegeheimen in NRW leiden 50 bis 80 Prozent der Bewohner unter schweren bis mittleren Orientierungsschwierigkeiten. Drei Viertel des gesamten Pflegeaufwandes entfielen auf Hilfeleistungen, die psychosoziale Betreuung werde vernachlässigt.
Im Angebot der SDC seit 21.09.01 (tmu)
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