Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Menschen mit Behinderungen
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Messe für Menschen ohne Augenlicht: Alles von A bis Z

Ellen Sarrazin
Quelle: Westfälische Rundschau Nr. 135

22 Aussteller zählte die 1. "Mini-Cebit-West", die neue Messe für Blinde und Sehbehinderte in Dortmund:- davon allein 13 Anbieter von elektronischen Hilfsmitteln. Computer - so weit das gesunde Auge reichte: Das Dietrich-Keuning-Haus glich gestern einem Internet-Café. PC-Arbeitsplatz an PC-Arbeitsplatz. Doch keines der Geräte ähnelte dem anderen: verschiedene Monitore, sehr unterschiedliche Tastaturen - und auch Computer ohne Bildschirm, solche, die ihren Nutzern Texte vorlesen. Texte aus Büchern, aus Zeitungen wie auch WR... Nein, keine Spielereien, sondern echte Lebenshilfen für Berufsleben wie den heimischen All- Tag von Blinden und Sehbehinderten - wie z.B. von Andrea Orzechowski und Neda Imani. Beides Frauen durch Diabetes erblindet. Sie tacken - wie viele andere auch mit ihren langen, weißen Blindenstöcken über den Boden, die Stufen des Keuning-Hauses. Arbeiten sich tastend vor, von Stand zu Stand. "Ich interessiere mich für ein Vergrößerungssystem für den PC, für neu angebotene Technik", sagt Neda Imani (32). Andrea Orzechowski nickt: "Woanders kann ich mich nicht gleichzeitig über alle Möglichkeiten informieren, dafür ist die Messe ideal." Auch Bernadette Kraus ist begeistert von der 1. "Mini-Cebit-West": Sie kann sich allerdings mit eigenen Augen ein Bild vom Angebot machen, interessiert sich beruflich für die Hilfsmit-tel: „Ich bin Mobilitätstrainerin für Blinde und Sehbehinderte in Witten“, sagt sie. Und gerade weil sie oft Menschen berät, die erst im Laufe ihres Lebens erblinden, will und muss sie über alle Neuigkeiten stets auf dem Laufenden sein, um optimale Ratschläge geben zu können. Doch sprechende Computer allein machen das Leben von Sehgeschädigten nicht einfacher. Da gibt´s weitere, ganz alltags-praktische Hilfsmittel, die Menschen mit gesundem Augen-licht in Erstaunen versetzen: Wecker, Waagen oder Fieberthermometer, die sprechen können. Oder die praktische Plastikbox, die die noch so fremden Euro-Münzen je nach Wert (und Größe) gesondert festhält. Die erwähnten Blindenstöcke gibt´s in zig Varianten. Beleuchtete Leselupen, die auch Klein-gedrucktes riesig vergrößern. Oder gar mit dem Fernseher/Monitor verbunden werden können. Optiker zeigten spezielle Brillen, ein Handy mit Sonder-Tastatur gehört ebenso zum Angebot wie Extra-Küchengeräte oder fühlbare Kartenspiele. Aufnäher oder Armbinden mit dem Blindenzeichen wurden reichlich gekauft. Ein Angebot von A (wie z.B. Armbanduhren zum Abtasten der Uhrzeit) bis Z (wie z.B. Zollstöcke mit fühlbaren Maßeinheiten).


Im Angebot der SDC seit 24.06.02 (tmu)

Verwandte
Themenbereiche:
Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Forschung, Neue Technologien, Technische Unterstützung


Logo des Forschungsinstituts Technologie - Behindertenhilfe


 Nach oben

Copyright 2009, SDC.