Das Deutsche Ärzteblatt vom 4 Oktober meldet, dass 82% der Informationsangebote zu Gesundheit und Medizin im Internet nicht barrierefrei sind. Es bezieht sich dabei auf eine Studie eines Beratungsbüros im Gesundheitswesen. Die Studie bezieht sich auf die Kriterien des W3C-WAI, die in der Fassung der Barrierefreien Informationstechnikverordnung (BITV) in Deutschland für die Behörden des Bundes seit 24. Juli 2002 Anwendung finden müssen. Nach der Studie erreicht keines der Gesundheitsportale die Mindeststandards nach W3C-WAI bzw. der BITV. Die Verbraucherzentralen, die Unikliniken und die Ministerien erreichen dagegen zu 27%, 26% und 25% den Mindeststandard nach W3C-WAI und schneiden in der Studie am besten ab. Online Presse, Krankenkassen und private Krankenkassen erreichen nur 18,%, 18% und 12%. Die Pharmaunternehmen sind mit 6% weit abgeschlagen
(www.schalnus.com). Insgesamt ist das Ergebnis somit niederschmetternd. Gerade im Gesundheitsbereich rechnet man eigentlich mit einer erhöhten Sensibilität für Einschränkungen und einer entsprechenden Unterstützung der Anwender. Man ist da auf dem Weg, aber noch weit vom Ziel entfernt.
Die Behindertenverbände haben dem Thema entsprechende Priorität eingeräumt und unterstützen die Umsetzung barrierefreier Informationsangebote durch verschiedenen Projekte (z.B. Aktionsbündnis barrierefreie Informationstechnik.)