Menschen mit Behinderungen sind häufig von der Benutzung des Internets wegen völlig unnötiger Barrieren ausgeschlossen. Die Bundesregierung hat mit dem Sozialgesetzbuch IX und dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz einen Ordnungsrahmen geschaffen, diese Barrieren abzubauen. Behindertenverbände und Experten haben mit Förderung des BMA (Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung) jetzt ein Aktionsbündnis zur Unterstüt-zung der Umsetzung initiiert. Weitere Initiativen sind eingeladen, sich an dem Aktionsbünd-nis zu beteiligen.
Menschen mit Behinderungen sind häufig von der Benutzung des Internets wegen vermeidbarer Barrieren ausgeschlossen. Dies steht ihrer gesellschaftlichen Teilhabe gerade im Berufsleben ent-gegen. Die Bundesregierung hat mit dem Sozialgesetzbuch IX -§ 81-, dem Gleichstellungsgesetz – § 11 Barrierefreie Informationstechnik – und der zugehörigen Rechtsverordnung BITV (Barriere-freie Informationstechnik Verordnung) einen Ordnungsrahmen geschaffen, diese Barrieren zu vermeiden oder abzubauen. Erstmals existiert mit dieser BITV eine offizielle deutsche Referenz für barrierefreie Informationstechnik.
Die „Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (BAGH)“ das „Forschungsinstitut Technolo-gie-Behindertenhilfe (FTB)“ und die Integrationsfirma „WEB for ALL“ haben mit Förderung des BMA jetzt ein Aktionsbündnis zur Unterstützung des Umsetzungsprozesses initiiert. Als erstes Partnerprojekt hat sich das Projekt „BIK (Barrierefrei Informieren und Kommunizieren)“ dem Akti-onsbündnis angeschlossen. Weitere Initiativen sind eingeladen, sich an dem Aktionsbündnis zu beteiligen.
Das Aktionsbündnis hat sich vorgenommen, Barrierefreiheit in der Informationstechnik mit dem Schwerpunkt auf berufsrelevante Information im Internet und im Hinblick auf die verschiedenen Behinderungsarten voranzutreiben. Die Ziele des Aktionsbündnisses umfassen daher:
- die Zugangsbarrieren für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Internet und Int-ranet zu berufsrelevanten Informations- und Kommunikationsangeboten soweit wie möglich abzubauen,
- relevante, existierende Initiativen und Projekte mit ihren Möglichkeiten und Interessen zu bün-deln,
- ein Angebot zu schaffen, das den Prozess der Gestaltung barrierefreier Internetseiten nach-haltig unterstützt.
Es wird versucht, ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen, Webdesignern und Anbietern von Sei-ten den Nutzen und die Vorgehensweise für ein barrierefreies Angebot zu verdeutlichen und die Wirksamkeit – Qualität der erreichten Barrierefreiheit – festzustellen. Schulungen, ein web-basierter Unterstützungspool (wob11.de), Tests von Seiten, die Weiterentwicklung von Spezifikati-onen und Kriterien und Beratung im Rahmen von Zielvereinbarungen werden als Arbeitsfeld des Aktionsbündnisses und seiner Partner entwickelt.
Wie man Partner im Aktionsbündnis werden kann erfährt man – natürlich im Internet – auf der Projekthomepage www.abi-projekt.de.
Sie finden uns auf der Rehacare Halle 4 Stand E/05 F/22